Schule ohne Rassismus
Mittwoch, der 2. Februar 2011: Mit einem feierlichen Festakt wurde der HvF der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.

Festakt: Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Mittwoch, der 2. Februar 2011: Mit einem feierlichen Festakt wurde der HvF der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Vor über 400 Gästen erhielt die Schule die Urkunde von der Landeskoordination dieses Projektes überreicht. Die Schule feierte diese Auszeichnung mit einem vielfältigen Kultur-Programm.

Auf Initiative des Schülerrats und mit dessen maßgeblichem Engagement bewarb sich die Schule um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Festakt ist krönender Abschluss der zweijährigen Arbeit an themenbezogenen Projekten und dem festen Willen aller Schulbeteiligten, couragiert gegen jede Form von Diskriminierung anzugehen.
Für die Projektgruppe SOR-SMC des Schülerrats hoben Sarah Sturm und Nicolas Wrozyna in ihrer Begrüßungsrede hervor, dass über 80% aller Schulbeteiligten (SchülerInnen, lehrendes und nicht lehrendes Personal) die Grundsätze von SOR-SMC als Selbstverpflichtung unterschrieben hätten. Stolz auf das bisher Geleistete zurückblickend warben die beiden AbiturientInnen dafür, dass SchülerInnen der folgenden Jahrgänge das Projekt weiterhin mit Leben erfüllen mögen und schlossen mit einem Zitat von Albert Einstein: „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ So sei diese Auszeichnung für schon geleistete Arbeit der letzten zwei Jahre zugleich auch stetige Verpflichtung für ein couragiertes Eintreten gegen Diskriminierung in der Zukunft.

Die Patinnen des Projekts an der HvF, die Hockey-Damen von Eintracht Braunschweig, hoben in ihrem Beitrag die Bedeutung des Teamgeistes, das Zusammengehörigkeitsgefühl und das nötige Füreinandereinstehen im Sport wie im täglichen Miteinander besondcers heraus.
Neben weiteren Grußworten bzw. Redebeiträgen von Herrn Merkel, Frau Ballasch von der Landeskoordination des Projekts SOR-SMC, Frau Schröter von der Friedrich-Ebert-Stiftung, die gleichzeitig die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ eröffnete, führte Sarah Richter als Moderatorin souverän und charmant durch das abwechslungsreiche Kultur-Programm:

Während die Theatergruppe HvF-Acting in einer Stegreifszene einen in Beleidigungen und Schmähungen eskalierenden Streit beispielhaft vor Augen führte, handelten die Lesungen selbst geschriebener Texte von Eike Müller und Viktor Rein (8. Jahrgang) von Erfahrungen mit dem Fremdsein. Lennart Müller besang in dem umgedichteten Song „Noch hab´ ich mich an nichts gewöhnt“ unterschiedliche Situationen, denen sich entgegenzustellen auch Auftrag einer SOR-SMC-Schule sein sollte. Maike Jakobs und Andy Bermig ließen John Lennons Vision „Imagine“ von einer friedvollen, brüderlich verbundenen Welt wieder aufleben und schließlich leitete noch einmal Lennart Müller mit dem Lied von Heinz Rudolf Kunze „Aller Herren Länder“ über zum Spendenzweck des Abends. Der Erlös aus dem Getränke- und Essensverkauf sowie die Spenden sollen der Braunschweiger Flüchtlingshilfsorganisation „Refugium“ zugute kommen.

Großes Lob ernteten die SchülerInnen für ihre Arbeit von Seiten der Landeskoordination und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Einzigartig, so Heidemarie Ballasch von der Landesschulbehörde, erscheine die Selbstständigkeit, mit der die Schülergruppe das Projekt angeschoben und entwickelt sowie auch die offiziellen Kontakte zum Kultusministerium, zur Bundeskoordination u.ä. hergestellt und gepflegt hätte. So sei dieser Festakt sowohl in inhaltlicher wie organisatorischer Hinsicht ein beeindruckendes Zeichen engagierter Schüleraktivität.

Ein besonderer Dank geht an die MitgestalterInnen dieses Abends, an Eike Müller und Viktor Rein, an die musikalischen Beiträge von Maike Jacobs und Andy Bermig sowie Lennart Müller, einem ehemaligen HvF-Schüler, an HvF-Acting mit Merle Bode, Lydia Bode, Tim Buhse und Carolin Walkemeyer, an die erste Frauen-Hockey-Mannschaft von Eintracht Braunschweig als „unsere“ Patinnen für das Gesamtprojekt, an Franziska Schröter von der Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ dem Schülerrat kurzfristig zur Verfügung stellen konnte, an die zahlreichen HelferInnen im Vorfeld und während der Veranstaltung und dabei insbesondere an das SOR-SMC-Team des Schülerrates, das diese Veranstaltung erst möglich gemacht hat, namentlich:
Frauke Boldt, Jasper Bothe, Jens Perlick, Sarah Richter, Pia Sauer, Sarah Sturm, Nicolas Wrozyna sowie die ehemaligen SR-Mitglieder Kyra Mevert und Sophie Baar.


Ansprechpartner: SOR-SMC-Team

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