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Schiedsrichter in der HvF
Schüler interviewen Fußballschiedsrichter:
Florian Meyer besucht H-v-F-Gymnasium
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Braunschweig. Im Rahmen des Schule+Zeitung-Projektes („Schulz“) besuchte der FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer die Schüler der Hoffmann-von-Fallersleben Schule und gab ihnen ein 45-minütiges Interview.
Der gebürtige Braunschweiger klärte die 8b und 8d des Gymnasiums über seine Karriereentwicklung auf, die vom Lehramtsstudium über ein Studium der Rechtswissenschaften bis zum Kanzleileiter und dem jüngst gekürten besten Schiedsrichter der Hinserie reicht.
Der 40-jährige erklärte, er sei durch einen Aushang für einen Schiedsrichterlehrgang in seiner damaligen Schule, der Raabe-Schule, auf die Schiedsrichterrei aufmerksam geworden. „Entscheidungen zu fällen, zu hinterfragen und zu diskutieren“, sei sein Motto, das ihn in seiner 26-jährigen Schiedsrichterkarriere geleitet hat. „Am Ende jedes Spiels bin ich nicht körperlich geschafft, sondern vorallem mental.", erklärte der Bundesligaschiedsrichter.
Nach der Einleitung, kamen dann die ersten Meldungen. Doch gleich bei der ersten Frage wurde es unangenehm für Meyer, der bereits 159 Bundesligapartien geleitet hat, da er beantworten sollte, wie er über Robert Hoyzers Wettskandal dachte. „Ich kann es nicht verstehen, wie ein Schiedsrichter die Werte, die ein Schiedsrichter nun mal verkörpert, so mit den Füßen tritt", antwortete Florian Meyer bestürzt, „Ich habe es im Radio auf den Nachhauseweg erfahren und konnte es erst nicht fassen." Weitere Fragen folgten, wie die Kritik an unterschiedlichen Bewertungen ähnlicher Szenen auf nationaler und internationaler Ebene. „Dies höre ich oft und muss dazu sagen, dass Spieler auf internationaler Ebene respektvoller miteinander umgehen als auf nationaler.“, so Meyer, der seinen Wohnsitz in Burgdorf hat. Kritik übte Meyer an unrecherchierten Artikeln der Presse und findet es unfair, wenn das Fernsehen oder die Presse eine Schiedsrichterleistung auf eine strittige Entscheidung reduziert. Außerdem sprach er sich gegen den Videobeweis aus, da er den schnellen, flüssigen Sport kaputt machen würde. Keine Vorbehalte hat er gegen die Torkamera, solange es den Spielfluss nicht störe. Außerdem fordert er mehr Fairness, da Ellenbogenschläge, Grätschen von hinten, Tätlichkeiten auf dem Fußballplatz nichts zu suchen haben.
Auf die Frage, wie es sich anfühle von 60.000 Menschen ausgepfiffen zu werden, antwortete er:„ Das ist längst nicht so schlimm als wenn du in der Kreisliga angeschrien wirst. Dagegen ist das eine anonyme Menge, aber in der Kreisliga, schaust du jedem einzelnen ins Gesicht.“. Doch wenn er eine Fehlentscheidung getroffen hat, tut ihm das aufrichtig Leid und sofort wird analysiert, warum er diesen Fehler begangen hat.
Auf die Frage nach seinem Karrierehöhepunkt antwortet er: „Wenn ich eins hervorhebe, dann werden die anderen Spiele benachteiligt. Ich kann dir sagen, ich genieße jedes Einzelne." Nach einer Schulstunde kehrten die beiden Klassen zum Unterricht zurück und Florian Meyer bereitet sich bereits jetzt mental auf seinen nächsten Bundesligaeinsatz vor: das Spitzenspiel Hertha BSC Berlin gegen den FC Bayern München.
Ansprechpartnerin: Frau von Samson- Mark
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